Die Zeit vergeht wie im Flug – Ein halbes Jahr EXIST

Es war einmal ein junges Flipchart namens Philip, was fliegen wollte.

Er wurde für diesen Traum von all seinen Vettern herzlich ausgelacht, denn wie sollte das denn gehen? „Du kannst Stehen und Rollen – Aber Fliegen? Fliegen ist nur was für Träumer! Schau dich doch an, Philip!“

Aber Philip hielt an seinen Träumen fest und anstatt zu verstauben, machte er sich auf den Weg und geht seit April dieses Jahres mit dem Gründerteam „CompactChart“ gemeinsame Wege. Gemeinsam ist man weniger allein!

Vorbereitungen

Das dachte sich auch das Gründerteam und freute sich über weitere Unterstützer wie das BMWi und den ESF, welche durch das EXIST Gründerstipendium angeworben werden konnten.

Das alles kam natürlich nicht vom Schnipsen! Monatelange Arbeit steckten wir in Anträge und das Warten begann. Stunden vergingen – Tage vergingen. Eines Tages aber, es war ein Montag, saß das Gründerteam in seinem Wochenbriefing, klingelte das Telefon. Ein potentieller Zulieferer meldete sich und wollte technische Details in Erfahrung bringen. Kurz angebunden wurden Daten ausgetauscht und das Wochenmeeting fortgesetzt. Ein kleiner Schritt für die Produktion, ein großer Schritt für Philip!“

Das Team setzte sein Wochenmeeting fort und wer hätte es gedacht, war genau dies einer dieser Montage, wo durchgängig das Telefon klingeln sollte. Leicht unruhig wurde der Anruf entgegen genommen und es meldete sich eine Frauenstimme. „Guten Tag Herr Reich? Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie!“ Die Stimmung im Raum war unerträglich – sie warteten bereits seit einer Woche jeden Tag auf einen Beschluss des Projektträgers für das EXIST Programm. „Wir können Ihnen einen positiven Beschluss mitteilen…“ Und so schnell wie der Anruf kam, war er auch wieder weg. Alle hatten sich den Moment etwas anders vorgestellt. Wo war der Schampus?“

Start mit dem EXIST

Vor einem halben Jahr befanden wir uns genau an der Stelle mit unserem CompactChart, oder zumindest so ähnlich. Das Ziel bestand darin, ein portables Flipchart im Rahmen des EXIST Stipendiums bis zur Marktreife zu bringen. Dieses Ziel verfolgten wir von nun an in den von der TU Bergakademie Freiberg gestellten Räumlichkeiten: dem Büro und der Werkstatthalle. Danke dafür!

So hatten wir nun Räumlichkeiten, um unsere Walze umzubauen und zu elektrifizieren, Folien-Verklebungen jeglicher Art zu testen und System in das große Ganze zu bringen.

Immer wieder feilten wir an der Konstruktion, befragten Kunden und feilten wieder am Produkt. Ganz nach der Devise der Lean Startup Methode „Build – Measure – Learn“ lernten wir nicht nur unseren Kunden, sondern auch unser Produkt immer besser kennen. Was entwickelten wir da eigentlich? Als Produkt: Ein mobiles Flipchart, aber als Vision: Unabhängigkeit für Präsentatoren.

Die Motivation trieb uns stetig weiter und so wurde aus einem Funktionsmuster ein Designmuster und aus einem Designmuster der erste Entwurf eines Prototypen. Heute sieht man auf unserer Homepage das neue Gewand – darauf sind wir stolz!

Compact Solutions GmbH

Ein ebenso neues Gewand nahm auch unsere Firma an. So gründeten wir im August unsere Compact Solutions GmbH. Und auf einmal ist man stolzer Inhaber eines richtigen Unternehmens, das ist ziemlich fetzig! So eine Formierung bringt aber viel Arbeit mit sich. Denn auf einmal wurde aus einem Tüftler ein Geschäftsführer und aus einer Projektskizze unsere erste Monatsabrechnung.

Hinter den Kulissen passierte aber nicht weniger, sondern mehr. So professionalisierten wir unser Backend mit einem richtigen Customer-Relationship-Management System, kurz CRM. Projektmanagement macht mit vielen Anwendungen von Asana bis Agantty viel Spaß, gar keine Frage. Es war aber an der Zeit, aus dem Projekt ein Unternehmen auch in den innerlichen Strukturen zu formen. Projektron BCS.start, das neue CRM, konnten wir bereits bei uns installieren und implementieren.

Auch unseren Internetauftritt verbesserten wir stetig. So wurden Artikel geschrieben, die Homepage erneuert und Profile auf Xing und LinkedIn angelegt. Aber das Füttern mit spannenden Details zu unserem Produkt, unserer Geschichte und uns reicht nur, wenn es auch gelesen wird! Also wurde SEO (Search Engine Optimization) betrieben.

Wie findet man uns? Unter ‚mobiles Flipchart‘, ‚Premium Flipchart‘ oder doch eher ‚Whiteboard‘?

Natürlich, es lief nicht alles nach unseren Vorstellungen, sonst würde ja jeder gründen. Wie manche von Euch vielleicht wissen, war der Verkaufsstart ursprünglich für Oktober diesen Jahres angedacht. Das war etwas zu optimistisch von uns kalkuliert. Zudem wir Euch nur das Beste anbieten wollen. Gut Ding will Weile haben!

Wer hätte außerdem gedacht, dass es monatelange Arbeit ist, Investoren für eine Anschlussfinanzierung zu finden? Wer wissen will, wie viele Pitches und Gespräche wir schon bei Investoren wie bspw. bei der Roadshow von FutureSax im Quartier der Zukunft der Deutschen Bank geführt haben, darf uns gern auf den nächsten Messen (iENA/Nürnberg; Interpädagogica/Graz) oder auf einer der vielen anderen Veranstaltungen löchern! Ein Ende ist wohl vorerst nicht abzusehen, denn ob Ihr es glaubt oder nicht, einmal mit Bannern und Plakaten ausgestattet, haben wir doch einen Heidenspaß am Ausstellen, und Euch unser Produkt in live zu präsentieren.

Zukunft

Neben Präsentationen und Vorstellung bei Verbänden und Stiftungen, haben wir wie verrückt Kontakte zu Zulieferern und Distributoren bereits auf ersten Messen wie der Insights-X in Nürnberg geknüpft und erfolgversprechendes Feedback aus den verschiedensten Ecken der Welt bekommen. Das lag mit Sicherheit nicht nur an unseren Bonbons mit eigenem Logo – aber vielleicht auch. Kreativität muss belohnt werden!

Bis es soweit ist das fertige CompactChart als Belohnung in den Händen zu halten, bitten wir um Geduld und Verständnis. Ihr unterstützt uns, wenn Ihr am Ball bleibt, Euch auf der Homepage als potentielle Interessenten eintragt – oder die Message weitertragt zu Freunden und Bekannten „Das mobile Flipchart ist real!”

  • Sanny Reich mit unserem ersten Zeitungsartikel
    Sanny Reich mit unserem ersten Zeitungsartikel